Die Schüler unserer Grundschule lernen seit dem Schuljahr 2016/17 in Lernhäusern. Jedes Lernhaus trägt den Namen einer Astrid-Lindgren-Figur und besteht aus einer jahrgangsgemischten Klasse 1/2 und einer jahrgangsgemischten Klasse 3/4.


Zu jedem Lernhaus gehört ein festes Pädagogenteam, welches aus Lehrern und Erziehern besteht. In jedem Team findet ein regelmäßiger Austausch statt, um den Kindern die bestmögliche Förderung zu gewährleisten.
Auch im Schulalltag arbeiten die Jahrgangsmischungen eines Lernhauses eng zusammen. Es finden gemeinsame Lernzeiten, Projekttage und -wochen, Feiern, Wandertage und Klassenfahrten statt. Hierdurch sollen sowohl das individuelle als auch das gemeinsame Lernen gefördert werden.
Durch das gemeinsame Lernen der unterschiedlichen Niveaustufen können jüngere Schüler von älteren lernen, sowohl durch das Nachahmen und Reproduzieren als auch durch direkte Hilfen. Andererseits profitieren auch die älteren Schüler, da sie Gelerntes wiederholen und festigen und ihnen durch das Helfen der eigene Lernzuwachs vor Augen geführt wird. Das Sprechen über Unterrichtsinhalte und Methoden bereichert demzufolge alle involvierten Kinder.

Langsamer lernende Schüler, die mehr Zeit, Anschauung und Übung brauchen, fallen in einer solch heterogenen Gruppe nicht negativ auf, da die Unterschiedlichkeit in den Lernhäusern Normalität ist und nicht zu Ausgrenzung führt. Kommt es dazu, dass ein Schüler in der Jahrgangsmischung 1/2 verweilen muss, bleibt er trotzdem in einem Klassenverband mit bekannten Mitschülern. Dies gilt ebenfalls bei der Wiederholung eines Schuljahres in der Jahrgangsmischung 3/4 und beim Überspringen einer Klassenstufe. Die erweiterte Heterogenität schafft also neue Möglichkeiten, um unsere Schüler zu Fördern und zu Fordern.